Internationale Woche gegen Rassismus - different but equal

Im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus haben wir gemeinsam mit dem lieben Künstler Med ein Aktionsshirt entwickelt. Med hat auf eine Gage verzichtet und wünscht sich stattdessen, dass wir 5€ pro verkauftem Shirt an eine Spendenorganisation seiner Wahl überweisen.

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Im Interview erzählt er uns, was er sich bei dem Print gedacht hat, wieso er sich für die Seebrücke als Spendenorganisation entschieden hat und was er sich von nicht von Rassismus betroffenen Menschen wünschen würde.

Was ist deine Intention hinter dem Print?

„Als ich hörte, dass das Thema Rassimus bzw. Anti-Rassismus ist, wollte ich etwas Symbolisches und Minimales machen. Es sollte einerseits eine direkte Bedeutung haben und andererseits aber auch einen Dialog zwischen dem Print und den Empfänger:innen ermöglichen.

Also entschied ich mich für mehrere Gruppen aus Kreisen, die aus drei verschiedenen Ebenen bestehen und die verschiedensten Menschen repräsentieren sollen. Der äußerste Kreis steht für die Hautfarbe, der Mittlere für die Augenfarbe und der innere Kreis für die Pupille. Das Wichtige dabei ist, dass alle Kreise gleich sind und somit die Gleichwertigkeit aller Menschen repräsentiert wird. Genau deshalb sollten wir alle friedlich miteinander leben und uns gegenseitig unterstützen. Es darf keine Rolle spielen, dass wir unterschiedliche Haut- oder Augenfarben haben. Und genau das war meine Idee für den Print: Wir sind alle gleichwertig in dieser Gesellschaft und genau so sind wir wunderschön. Gerade diese Unterscheidungen machen uns besonders und diese sollten deshalb auch kein Problem sind. Sie sollten keinen Nachteil bringen. Keinen Nachteil, der rassistisch ist.

Und außerdem finde ich wichtig, dass wir alle manchmal etwas auf Abstand gehen, um dann zu sehen, dass wir alle gleich sind und Gemeinsamkeiten haben. Aber eben auch Unterschiede, die uns wunderbar, divers und tolerant machen.“

Warum hast du dich für die Seebrücke entschieden?

„Ich habe mich als Spendenorganisation für die Seebrücke entschieden, weil sie eine der aktivsten Organisationen ist, die sich mit dem Thema Flucht und den geflüchteten Menschen beschäftigt. Sie sorgen dafür, dass diese Thematik sehr viel mehr Aufmerksamkeit in Deutschland bekommt, was ich super wichtig finde. Außerdem ist dieses Thema, dass so viele Menschen aus vielen Ländern dieser Welt, aber vor allem Afrika oder Nordafrika, fliehen müssen, ein sehr sensibles Thema für mich. Ich selbst habe nämlich acht Jahre lang in Tunesien gelebt. Genau deshalb habe ich die Seebrücke gewählt… es sind einfach so viele Menschen, die alles riskieren, um nach Europa zu gelangen.“

Was würdest du dir von Nicht-Betroffenen wünschen?

„Um Rassismus zu bekämpfen würde ich mir wünschen, dass Menschen diesem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken, sich damit auseinandersetzen und dieses Bewusstsein auf den unterschiedlichsten Ebenen anwenden… besonders der Sprache und dem Handeln gegenüber Betroffenen. Ich hoffe, dass Nicht-Betroffene irgendwann realisieren wie groß, weitreichend und tief verankert dieses Problem ist. Ein Problem, dass wir alle gemeinsam angehen und bekämpfen müssen, sodass jeder Mensch ein gleichwertiges Leben führen kann, ohne dabei jegliche Art von Rassismus zu erfahren.“

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